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Krisenintervention Sucht
Vom Umgang mit Abhängigkeits-Kranken zwischen Effizienz und Selbstschutz
Die statistische Wahrscheinlichkeit lehrt:
Wo auch immer zwanzig erwachsene Menschen in Deutschland in einem Raum zusammentreffen, sind drei von ihnen betroffene Suchtkranke. Weitere fünf bis sechs haben in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld mit dem Problem Suchterkrankung als Angehörige oder als nahe Freunde zu tun, - sie leben damit in der Gefahr der Co-Abhängigkeit. (Als Suchtmittel dominiert Alkohol in krassem Ausmaß, Drogen begegnen weitaus seltener, Medikamente werden unterschätzt, Nikotin erfährt eine ambivalente Bewertung – und stoffungebundene Abhängigkeiten geraten als Gesundheitsthema erst allmählich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.)
Die Berufserfahrung lehrt:
In der psychotherapeutischen Praxis ist nahezu jeder zweite Klient betroffen, gefährdet, oder co-abhängig.
Die Arbeit an einer Heilpraktikerschule legt die Vermutung nahe:
Die Erfahrung persönlicher Ohnmacht im Umgang mit Suchterkrankungen ist eines der Motive, die Menschen veranlassen, sich auf einen therapeutischen Beruf vorzubereiten.
In diesem Wochenendseminar haben wir Gelegenheit,
eigene Betroffenheiten zu thematisieren,
eigene Co-Abhängigkeiten zu reflektieren,
den Umgang mit Suchterkrankungen in der eigenen Biografie, in der Familie, im Umfeld aufzuarbeiten,
den diagnostischen Blick zu schärfen,
die Sucht-Problematik im Spannungsfeld zwischen „Lebensstil“ und „Suizid auf Raten“ zu relativieren,
mögliche Kriseninterventionen auf ihre Effizienz hin zu überprüfen,
fachliche Kenntnisse über suchtmedizinische und -therapeutische Versorgungsangebote zu erwerben,
Vorgehensweisen bei einer vermuteten oder einer erwiesenen Abhängigkeitserkrankung bei einem Klienten / Patienten zu planen,
Möglichkeiten des Selbstschutzes kennenzulernen und den Mut zu entwickeln, diese auch anzuwenden,
Supervision in Anspruch zu nehmen.
Eine begrenzte Teilnehmerzahl gewährleistet, dass wir Schwerpunkte entsprechend den Interessen der Teilnehmer setzen können. Wünsche von TeilnehmerInnen dazu sind bei der Anmeldung sehr willkommen.
Das Wochenenseminar, findet zweimal jährlich am Samstag und am Sonntag statt, je von 10 bis 18 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt. Das Seminar ist für SchülerInnen aller Ausbildungsgänge und für alle anderen Interessenten geeignet und zu empfehlen.
Die HPSD stellt ein Zertifikat über die erfolgreiche Seminar-Teilnahme aus.
Voraussetzungen für die Teilnahme:
Bereitschaft zur ehrlichen und persönlich engagierten Mitarbeit
Schriftliche Erklärung der freiwilligen Verpflichtung zur Verschwiegenheit über alle im Seminar erörterten Fälle von Suchterkrankungen (Formular zu Seminarbeginn)
Kenntnisstand über Suchterkrankungen wie nach dem entsprechenden Unterrichtsblock im Prüfungsvorbereitungskurs „Psychotherapie“ (kann im Selbststudium erworben werden, Material beim Dozenten)
klick: Termine, Kosten & Anmeldung

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